Politik und Liebe-Vortrag, Gespräch und Workshop
Benjamin von Mendelssohn, Ramona Kufert, Monika Alleweldt
MitarbeiterInnen des Friedensforschungszentrums Tamera in Portugal
Nicht Sonderwerke des Ichs, sondern Menschheitsziele bringen dauernde Gemeinschaft hervor (I Ging)
Zwischen Politik und Liebe ist eine undurchdringliche Wand. Das, was uns in unserem intimsten Bereich beschäftigt, verunsichert, enttäuscht, mit Hass erfüllt oder wütend macht, zum Beispiel in der Liebe, ist kein Thema der Politik.Doch diese Wand existiert nicht nur im Außen, wir haben sie auch in uns selbst aufgbaut. Wir haben eine Seite, die wir der Öffentlichkeit zeigen und eine andere, die wir, wenn überhaupt, nur in Situationen tiefen Vertrauens voreinander offenbaren. Dazwischen ist eine beinahe undurchdringliche Wand, um eine schwere seelische Verwundung zu schützen, die wir alle auf die ein oder andere Art erlebt haben. Doch hinter dieser Wand lebt ein anderer Mensch in uns, er ist trotz aller schlimmen Erfahrungen heil geblieben, voller Lebensfreude, Vertrauen, Neugierde und Mut. Hier sind wir zu Hause, bei uns, in Kontakt mit unserer humanen, wilden und unkorrumpierbaren Seele. – Wenn wir eine Zukunft aufbauen wollen, in der uns keine Mauern mehr voneinander trennen, dann müssen wir diesem heilen Menschen in uns zur Geburt verhelfen – und zwar gemeinsam, als „politische“ Tat.